Bullet Journaling – Das intelligente Notizbuch

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In Amerika ist die Methode zur Selbstorganisation schon länger bekannt, jetzt wird sie auch in Deutschland immer populärer: Bullet Journaling. Erfunden wurden sie vor wenigen Jahren von Ryder Carroll, ein in New York lebender junger Designer und Kunstdirektor.

Notizbuch für die kreativen Ideen, Terminkalender für die wichtigen Termine, jede Menge gelbe und bunte Post-its mit netten Hinweisen und To-Do-Listen für die unbedingt noch zu erledigenden Aufgaben – wer viel aufschreibt, kann sich schnell verzetteln. Der Überblick geht verloren, wichtige Termine werden verpasst und die Aufgaben türmen sich. Schnell entsteht ein Gefühl von Überforderung und Chaos. Ryder Carrol hilft mit seinem Bullet Journal. Er fügt zusammen, was in einem überschaubaren Zeitraum zusammengehört. Sein Leitspruch “Track the past, organise the present, and prepare for the future” lässt sich übersetzen mit “Bewahre das Vergangene, organisiere die Gegenwart und plane die Zukunft“. Das Equipment dafür ist schnell beschafft – ein Notizheft und ein Stift reichen eigentlich schon aus. Wer es komfortabler oder bunt mag, besorgt sich ein Notizbuch mit nummerierten Seiten, dazu farbige Post-its, Tapes oder Sticker.

Carrol schlägt für die systematische Planung und Gestaltung eine interessante Struktur vor. Wer sich auf YouTube sein Video dazu ansieht, wird sie schnell verstehen. Die Vorteile des Bullet Journaling:

  • Schnelles und systematisches Notieren aller wichtigen Informationen in einem Notizbuch durch nummerierte Seiten, Überschriften und Aufzählungen mit definierten Anführungszeichen – den Bullet Points
  • Module für unterschiedliche Methoden zur Informationssammlung
  • Zeitliche Aufteilung in Monate und Tage
  • Flexibles Übertragen noch unerledigter Aufgaben oder Termine in den nächsten Monat

Jeder Nutzer des Journals entscheidet selbst, wie es aufgebaut ist. Zu den wichtigsten Modulen gehören aber:

  1. Das Inhaltsverzeichnis
    Hierfür werden die ersten Seiten des Journals reserviert. Alle Überschriften werden hier vermerkt, das funktioniert wie eine Verlinkung im Internet. Deshalb sind die nummerierten Seiten auch so wichtig. Auch auf die erste Seite (am besten auf die Innenseite des Deckels) gehört die Legende. Diese zeigt die Bedeutung der verwendeten Bullet Points an.
  2. Das Kalendarium
    Für eine bessere Übersicht wird hier ein Jahreskalender eingefügt. Dafür eignen sich kleine Ausdrucke oder handschriftliche Aufstellungen. Farbig markiert werden können hier Feier-, Urlaubs- oder Ferientage.
  3. Der Monatskalender
    Hier wird die Terminplanung für den kommenden (bzw. laufenden) Monat festgehalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob geschäftliche oder private Termine notiert werden. Genutzt wird am besten die linke Seite des geöffneten Notizbuches. Die Seitenzahl des Monats wird außerdem im Inhaltsverzeichnis vermerkt.
  4. Die Monatsaufgaben
    Auf die rechte Seite der Seite findet die monatliche To-Do-Liste Platz, gestaltet als Auflistung mit definierten Bullet Points. Beliebt sind zum Beispiel Rechtecke für Aufgaben, Kreise für Termine. Ein eingefügtes Häkchen kennzeichnet, wenn sie erfolgreich bewältigt worden sind. Pfeile werden genutzt, wenn sie verschoben werden mussten. Nutzer ziehen am Ende des Monats ein Fazit und tragen unerledigte Aufgaben in den nächsten Zeitraum vor.
  5. Die Tagesübersicht
    Die tägliche Planung übernimmt Termine aus dem Monatskalendarium, außerdem werden in einer To-Do-Liste mit Bullet Points die anstehenden Aufgaben aufgezählt. Zusätzlich können sie kreativ gekennzeichnet werden, mit einem Ausrufezeichen etwa die Wichtigkeit unterstrichen werden. Viele User des Journals verwenden die Tagesaufzeichnung auch als Tagebuch, halten wichtige Ereignisse und Gedanken fest. So kann das Ticket an den feierlichen Konzertbesuch erinnern, die Kinokarte an den romantischen Film. Mit Zeichnungen, Stickern und Fotos leben vor allem Jugendliche hier ihre Kreativität aus.
  6. Themensammlungen
    Alle wichtigen Informationen, die notiert werden, finden sich auf der nächsten freien Seite mit der entsprechenden Überschrift wieder, zum Beispiel Bücherlisten, interessante Links, Reiseziele, Wunschlisten und vieles mehr. Nicht vergessen, diese im Inhaltsverzeichnis festzuhalten! Dann kann immer wieder schnell darauf zugegriffen werden.

Bullet Journale helfen, Chaos in die Planungen zu bringen und sich selbst zu organisieren. Gleichzeitig können sie liebevolle Erinnerungen werden. Zettelwirtschaften gehören damit der Vergangenheit an.

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